LUIS WÖHNER Software & Fertigung
Referenz

Fünf Systeme, die hier seit Monaten im Dauerbetrieb laufen

Alles auf dieser Seite läuft in diesem Moment auf dem Rechner, der dir die Seite gerade ausliefert. Du kannst es nachprüfen, statt es mir zu glauben.

Einen Kunden, den ich namentlich nennen darf, habe ich noch nicht. Deshalb zeige ich stattdessen das System, das ich selbst betreibe: vollständig, samt der Stellen, an denen es unbequem wird. Wenn du mich beauftragst, bekommst du diese Art von Aufbau.

Lokales Sprachmodell

FINN - ein Assistent, der das Haus nicht verlässt

Ein Sprachmodell mit 20 Milliarden Parametern läuft auf einer Grafikkarte in diesem Gehäuse. Es kennt meine Notizen und Dokumente, erinnert sich an frühere Gespräche und meldet sich von selbst, wenn ihm etwas auffällt. Kein Anbieter dazwischen, keine Abrechnung pro Anfrage, keine Inhalte, die woanders liegen.

  • Zwei streng getrennte Rechterollen auf demselben Modell - die öffentliche sieht keinerlei privaten Zusammenhang
  • Erreichbar über Weboberfläche, Messenger und Sprache
  • Langzeitgedächtnis, das nachts verdichtet wird, statt endlos zu wachsen

Nachprüfbar Der Chat auf dieser Seite ist genau dieses System, im öffentlichen Profil. Was er dir antwortet, rechnet ein Rechner in Deutschland aus.

Sprachbedienung

Zuhören und antworten, auf Deutsch, ohne Cloud

Spracherkennung und Sprachausgabe laufen als eigene Dienste auf einer zweiten Grafikkarte, damit sie dem Sprachmodell nicht den Speicher wegnehmen. Gesprochenes wird auf diesem Rechner in Text verwandelt, beantwortet und wieder als deutsche Stimme ausgegeben - die Aufnahme wird nirgendwohin geschickt.

  • Deutsche Erkennung und deutsche Stimme, kein Übersetzungsumweg
  • Zweite Grafikkarte, damit Erkennung und Antwort sich nicht blockieren
  • Derselbe Assistent dahinter wie im Chat - eine Wissensbasis, mehrere Zugänge

Nachprüfbar Läuft als zwei eigenständige Dienste neben dem Sprachmodell, seit Monaten im Alltagsbetrieb.

Weboberfläche mit Rollen

Ein Dashboard, in dem nicht jeder alles sieht

Eine Weboberfläche, die zusammenzieht, was sonst in getrennten Werkzeugen liegt. Davor sitzt ein zentraler Anmeldedienst: Wer sich anmeldet, bekommt die Ansicht seiner Rolle. Das ist keine ausgeblendete Schaltfläche, sondern eine Prüfung, die vor der Anwendung stattfindet.

  • Rollen und Rechte an einer Stelle, nicht in jeder Anwendung neu
  • Von außen erreichbar über verschlüsselte Verbindungen mit eigenen Zertifikaten
  • Mehrere Anwendungen teilen sich dieselbe Anmeldung

Nachprüfbar Vier eigenständige Web-Anwendungen laufen hier hinter derselben Anmeldung, jede mit eigener Rollenlogik.

Automatisierter Ablauf

Eine Auftragsstrecke, die sich selbst abarbeitet

Die Werkstatt dieser Seite ist zugleich mein Übungsplatz für Prozessautomatisierung: Eine Bestellung durchläuft sieben Zustände, meldet sich beim Kunden, erzeugt ihre Rechnung und legt sie ab - ohne dass jemand etwas abtippt. Interessant ist daran nicht der 3D-Druck, sondern wo ich die Automatik absichtlich unterbreche.

  • Die Warteschlange bleibt pausiert, bis ein Mensch freigibt - ein Gerät, das über Stunden Hitze erzeugt, startet nicht auf Zuruf aus dem Internet
  • Preise entstehen ausschließlich auf dem Server; was der Browser mitschickt, wird nie übernommen
  • Positionen werden bei der Bestellung eingefroren, nicht später nachgeschlagen - ändert sich ein Preis, bleibt die Bestellung, was sie war
  • Die Arbeitsfläche gilt ohne ausdrückliche Meldung als belegt, nicht als frei

Nachprüfbar Läuft seit Wochen durch. Der Live-Wert auf der Startseite kommt aus genau dieser Strecke.

Unterbau

Der Teil, den man erst vermisst, wenn er fehlt

Über zwanzig Dienste in Containern, ein vorgeschalteter Proxy mit automatisch erneuerten Zertifikaten, eigener Dateispeicher statt fremder Cloud, und ein nächtliches Backup, das tatsächlich läuft und dessen letzten Durchlauf ich benennen kann. Das ist der unspektakuläre Teil - und der, an dem sich entscheidet, ob ein System nach zwei Jahren noch da ist.

  • Dienste sauber getrennt, jeder mit eigener Konfiguration statt einem gewachsenen Klumpen
  • Verschlüsselung nach außen mit automatischer Erneuerung, kein jährliches Handanlegen
  • Nächtliche Sicherung auf ein zweites Laufwerk, zeitgesteuert und protokolliert

Nachprüfbar Die letzte Sicherung lief heute Nacht um 02:30 Uhr. Genau diese Nachprüfbarkeit meine ich.

Warum das glaubwürdig ist

Nicht die Funktionen zeigen, was jemand kann. Die Entscheidungen tun es.

Software, die im Tutorial funktioniert, und Software, die man jemandem übergibt, unterscheiden sich an genau den Stellen, an denen es unbequem wird. Drei davon aus dem laufenden Betrieb hier:

Bequemlichkeit, die abgelehnt wurde

Die Druckwarteschlange bleibt pausiert, bis ein Mensch sie freigibt. Ein Gerät, das Hitze erzeugt, darf nicht aus einer Weboberfläche heraus anlaufen. Die Druckplatte gilt ohne ausdrückliche Meldung als belegt, nicht als frei. Preise werden ausschließlich auf dem Server gerechnet; was der Browser schickt, wird nie als Betrag übernommen.

Warum das zählt Jede dieser Entscheidungen kostet Komfort und verhindert einen Schaden, den man sonst erst nach dem ersten Vorfall versteht.

Ich prüfe mein eigenes System, als wäre es fremd

Zu jedem Bauabschnitt gehört bei mir ein Durchgang, in dem ich versuche, an Daten zu kommen, an die ich nicht kommen dürfte. Zweimal war ich dabei erfolgreich. Beide Male habe ich es behoben, bevor es jemand anderes bemerkt hat, und beide Male ist der Vorgang dokumentiert.

Warum das zählt Fehlerfreie Software gibt es nicht. Die Frage ist, ob jemand systematisch sucht. Was ich gefunden habe und wie ich es geschlossen habe, steht offen weiter unten auf dieser Seite.

Datenschutz, der in der Architektur steckt

Derselbe Assistent bedient zwei streng getrennte Rollen. Die private verfügt über alle Werkzeuge. Die öffentliche, die gerade mit dir spricht, sieht keinerlei privaten Zusammenhang, darf die Bestätigungsschritte nicht umgehen und schreibt weder in den Verlauf noch in die Ablage noch in Trainingsdaten. Das ist keine Einstellung im Nachhinein, sondern eine Eigenschaft des Aufbaus.

Warum das zählt Wer mehrere Mandanten oder Abteilungen auf einem System bedient, braucht diese Trennung. Nachrüsten lässt sie sich kaum.

Alle fünf Systeme im Detail ansehen →

Sorgfalt

Zwei Lücken, die ich in meinem eigenen System gefunden habe

Fehlerfreie Software gibt es nicht. Der Unterschied liegt darin, ob jemand systematisch danach sucht, bevor es jemand anderes tut.

Der Bestand war durchzählbar

Vorgangsnummern liefen fortlaufend. Wer eine eigene Nummer hatte, konnte durch Hochzählen fremde Vorgänge abrufen und nebenbei sehen, wie viele es insgesamt gab. Kein Angriff nötig, ein Browser reichte.

Seitdem braucht jede Abfrage einen zweiten Nachweis. Der eigentliche Punkt ist subtiler: Ein falscher Nachweis liefert exakt dieselbe Antwort wie ein fehlender. Sonst verrät schon der Unterschied der Fehlermeldungen, welche Nummern überhaupt existieren.

Die Zugangsprüfung sperrte die falsche Person aus

Hinter dem vorgeschalteten Proxy kam nicht die echte Absenderadresse an, sondern die des Proxys. Die Prüfung wies dadurch den Berechtigten ab - während sie gleichzeitig jeden durchgelassen hätte, der aus demselben internen Netz kam.

Die Lösung war nicht, die Prüfung zu lockern, sondern sie präzise zu machen: Nur ausdrücklich benannte Adressbereiche gelten als vertrauenswürdiger Proxy, und nur dann wird die weitergereichte Adresse überhaupt geglaubt.

Beide Funde stammen aus eigenen Durchsichten, nicht aus einem Schadensfall.

Soll so etwas bei dir laufen?

Erzähl mir, was bei euch heute von Hand läuft. Ein erstes Gespräch kostet nichts.

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